Verbraucher zahlen monatlich 1 Milliarde Euro drauf
[vea.de-24.02.10] Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich auf einen Kompromiss geeinigt. Demnach soll die ursprünglich schon im April vorgesehene Subventionskürzung für Solar-Dachanlagen auf Juli verschoben werden. Bis dahin gilt die derzeit garantierte Vergütung für eingespeisten Solarstrom von 39 Cent pro Kilowattstunde. Erst danach soll die Kürzung für Dachanlagen um 16 Prozent auf 34 Cent pro Kilowattstunde in Kraft treten. Diese Entscheidung ermöglicht den Herstellern von Solaranlagen einen subventionierten Sommerschlussverkauf ihrer teils im Ausland gefertigten Produkte, für den die Stromkunden „bluten“ müssen.
Manfred Panitz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbands der Energie-Abnehmer e. V. (VEA), kann dem Solar-Kompromiss nur wenig Positives abgewinnen:
„Die Subventionskürzungen reichen nicht aus. Das Verschieben um weitere drei Monate könnte die Stromkunden laut Experten 3 Milliarden Euro kosten. Jeder weitere Monat Verzug kostet die Verbraucher zusätzlich 1 Milliarde.“
„Die Förderung Erneuerbarer Energien durch eine Einspeisevergütung ist tückisch“, erklärt Manfred Panitz. „Der Stromverbraucher kann Kosten und Nutzen nicht einschätzen.“ Zudem spart Solarstrom kaum Kohlendioxid. Der EU-weite Ausstoß von Treibhausgasen wird genau der festgelegten Obergrenze entsprechen – ob mit oder ohne Solarstrom. „Der Rauch qualmt nur aus anderen Schornsteinen“, so Panitz weiter.
Quelle Pressemeldungen: [vea.de-24.02.10]
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