Verband begrüßt Stärkung der Basisversorgung
[hartmannbund.de-31.03.10] Die Absicht von Krankenkassen und Kassenärztlicher Bundesvereinigung, durch eine Stabilisierung der Regelleistungsvolumina die Basisversorgung von Patientinnen und Patienten im ambulanten Bereich zu stärken, ist vom Hartmannbund grundsätzlich begrüßt worden. „Dieser Schritt war nach den dramatischen Einbrüchen der Regelleistungsvolumina dringend notwendig“, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Prof. Dr. Kuno Winn, in Berlin.
Ob die im Gegenzug zur Steuerung der bisherigen „freien Leistungen“ eingeführten Instrumente der sogenannten Qualifikationsgebundenen Zusatzvolumina alltagstauglich seien, müsse sich allerdings erst noch beweisen. Kritisch beurteilte Winn dagegen, dass die regionalen Unterschiede für die Behandlung von Versicherten mit identischer Erkrankung durch den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses nicht behoben worden seien. Winn: „Von einem einheitlichen Fallwert sind wir damit noch immer meilenweit entfernt“. Wie bereits bei allen vorhergehenden Neuregelungen der Honorarsystematik belegen nach Einschätzung des Hartmannbund-Vorsitzenden vor allem die unvorhersehbaren Detail-Auswirkungen des Beschlusses zum wiederholten Male die grundsätzlichen Schwächen des Systems. Es sei selbst für Insider in hohem Maße unkalkulierbar. Winn bekräftigte in diesem Zusammenhang seine Forderung nach einem grundsätzlichen Systemwechsel – hin zu einer sozial ausgewogenen Kostenerstattung. Der Hartmannbund werde beim Ärztetag in Dresden dazu erneut die Initiative ergreifen.
Quelle Pressemeldung: [hartmannbund.de-31.03.10]










